Was für eine kraftvolle Inspiration von amputierten Menschen ausgehen kann, hat das diesjährige AmpSurfcamp am 22. Juni wieder gezeigt. Selbst zwei Wochen nach dem Event, strahle ich noch immer über das ganze Gesicht, wenn ich mir die Bilder der fröhlichen Menschen auf den Boards ansehe. Amputierte und deren Familien und Freunde genossen einen Tag des Sports, der Freude und Gemeinsamkeit. Der engagierte Einsatz des Organisationsteams wurde durch ein Vielfaches entlohnt.

Angefangen hat alles 2014. Ein Jahr zuvor hatte ich mit einem Freund Bilder von überglücklichen Menschen auf Surfbretten aus Kalifornien gesehen. Menschen, die viel Leid erlebt hatten und ihr altes Leben zurückhaben wollten, Veteranen der Kriege in Afghanistan, Irak etc.. Ganz nach deren Vorbild sollte unser Event für Amputierte und deren Familien und Freunde sein: Ein Tag surfen und chillen, sich austauschen und vor allem sich gegenseitig stärken.

Zu anfangs war die Teilnehmerzahl sehr überschaubar. Ein halbes Dutzend Teilnehmer fanden den Weg zum AmpSurfcamp. Das ZDF war vor Ort und berichtete 2015, aber so richtig durchstarten wollte die Veranstaltung nicht. Dann 2017 – wir wechselten die Location zum St. Leoner See – hatten wir den passenden Ort zur Idee gefunden. Der Spirit des AmpSurfcamps war geboren, alles stimmte für eine emotionale und inspirierende Veranstaltung.

Dieses Jahr sind 65 Teilnehmer, davon 18 Amputierte, unserer Einladung gefolgt. Das war bisheriger Rekord. Viele brachten ihre Kinder mit, was dem Event einen unvergleichlichen familiären Charakter gegeben hat.

Das 6. AmpSurfcamp war reich an magischen Momenten: Florian, der ohne Hilfsmittel einbeinig und voller Lebensfreude auf dem Board steht. Christin, zurückhaltend und erst einmal beobachtend, ihre Angst dann doch überwindet, um dann fast den ganzen Nachmittag auf dem Board zu verbringen. An diesem Tag haben viele Teilnehmer ihre Geschichte neu geschrieben.

Der Spirit war bis zum Schluss greifbar. Vor allem ein Teilnehmer ist mehr als glücklich zurück in die Heimat gefahren: Maik, dem ich 2013 das Skifahren beigebracht habe, hat bei der Tombola ein Paar TOMPOMA Unterarmgehstützen im Wert von 700 Euro gewonnen. Gleich am nächsten Tag bekam ich ein Foto von seinem „Test“-Spaziergang im Schwarzwald. Solche Momente machen mich glücklich.

Unterstützer des AmpSurfcamp 2019:
Artzt, adViva, APT Prothesen, Blatchford, Fruitletbox, Mecuris, MEDIAN Kliniken, Össur, Sanitätshaus Achim Kunze, Sanitätshaus Rosenkranz Scherer, terrasensa, ThinkOwl, Tompoma.

Wie schrieb mir ein Sponsor am nächsten Tag: „Das war ja Wahnsinn! Alle waren nass und sind trotzdem mit einem breiten Grinsen nach Hause gefahren!“ Das AmpSurfcamp als Erfolgsstory zu bezeichnen liegt nahe. Aber die eigentliche Erfolgsstory sind die Teilnehmer! An diesem Tag haben sie erlebt, dass man Grenzen sprengen kann und dass viel mehr möglich ist, als man denkt.

SAVE THE DATE:
7. AmpSurfcamp 27.06.2020. See you 2020!
Interessierte Teilnehmer und Unterstützer können sich gern schon bei mir melden und einen Platz sichern. E-Mail genügt. 

 

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